US-ARMY IN DEUTSCHLAND

 



Die US-Streitkräfte verwendeten im Zeitrum von Juli 2000 bis 31.12.2005 für ihre Mitarbeiter Schilder, die den deutschen Kennzeichen sehr ähnlich waren. Seit 01.01.2006 findet zur Hauptuntersuchung ein Zwangsumtausch zu den deutschen Schildern nach Wohnortprinzip statt. Die Schilder werden nicht mehr vergeben.
Durch die optische Ähnlichkeit zu den Euro-Kennzeichen sollten die Fahrzeuge nicht so auffallen, als bis dato. Sie trugen die Buchstabenkürzel AD, AF, HK und IF, welche für deutsche Kennzeichen nicht vergeben waren. AF wurde jedoch schon am 1. Oktober 2000 durch HK ersetzt. Warum weiß niemand genau, offensichtlich assoziierten es viele
mit AirForce.

AD, AF und HK wurden hierbei ausschließlich für Privatfahrzeuge der Angehörigen der US-Streitkräfte verwendet. Die Dienstfahrzeuge erhielten ab 2004 die Kennung IF. Diese Kombinationen waren in der europäischen Standardnorm von 52 x 11 cm erhältlich.
HK hingegen wurde ausschließlich bei zweizeiligen und verkleinerten zweizeiligen Kennzeichen im US-Format verwendet.

Das blaue Feld am linken Rand enthielt NATO-Logo und "USA"-Schriftug. Die Stempelplakette mit Wappen trug die Umschrift: "Streitkräfte der Vereingten Staaten von Amerika in Deutschland" und stellt die drei Teilstreitkräfte dar.

Vorn und hinten waren identische Prüfplaketten mit den Datum der Zulassung. Sie ähnelte den deutschen Prüfplaketten. Bis 2003 wurden die Monate durch die Anfangsbuchstaben abgekürzt (siehe Foto links), ab 2004 wurde auf das deutsche Zahlensystem der Monate umgestellt.

Der obenstehende Ablaufmonat ist hierbei - wie üblich - gelocht.

Diese zentral vergebenen Kennzeichen verwendete die US-Army bis 2000. Sie waren vom Format identisch mit originalen US-Kennzeichen.
Ziffern und Buchstaben hatten nur für die Verwaltung Bedeutung. Zwischen Buchstabenpaar und der dreistelligen Ziffer standen vertikal die Buchstaben "USA".


Seit Ende 2008 sind US-Überführungskennzeichen (oder temporäre Schilder) auf den Straßen zu sehen. Sie weisen analog dem deutschen System eine rote Schrift auf weißem Grund auf und sind auf den zweizeiligen verkleinerten Platinen mit USA-Balken und NATO-Symbol geprägt.
Das T steht für Transit. Die nachfolgenden Buchstaben codieren den Standort. In der unteren Zeile folgt schließlich eine fortlaufende Nummer, welche immer mit einer oder mehreren Null(en) beginnt. Auch hier wird die übliche FE-Schrift verwendet.
Kürzel
Standort
T A

Ansbach

T BA Bamberg
T BH Baumholder
T BU Büchel
T G Garmisch-Partenkirchen
T GK Geilenkirchen
T GR Grafenwöhr
T H Heidelberg
T HS Hohenfels
T I Ingolstadt
T K Kaiserslautern/Rammstein
T M Mannheim (Hauptquartier)
T MA Mannheim
T S Stuttgart
T SP Spangdahlem
T SW Schweinfurt
T W Wiesbaden

*1

Erstmals wurde am 1. März 2009 eine neue Buchstabenkennung ausgegeben, welche ausnahmslos im verkleinerten US-Format geprägt wird.
Die Kombination "SH" im üblichen Muster diente als Ausfuhrkennzeichen für die Verschiffung der Fahrzeuge in Richtung Ausland. SH wurde gern mit "shipping home" übersetzt, wurde aber so nie offiziell bestätigt.

Bislang wurden für Ausfuhrzwecke Restbestände der HK-Schilder aufgebraucht.

Die Ausfuhrkennzeichen haben eine Gültigkeitsfrist von 90 Tagen. Dann müssen sie am neuen Wohnort in originale US-Tafeln getauscht worden sein und die Ausfuhrschilder als Nachweis vorgelegt werden.

*2

Seit 2010 sind nun Schilder mit QQ-Kennung gesichtet worden. Es wird vermutet, daß sie den SH-Schildern folgen.

Letzte Änderung: 07.04.2016 16:46

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Quellennachweise:
*1,2) www.pl8s.biz